Offene Werkstatt und Nähbar am 8. Juni

Bildschirmfoto 2018-06-05 um 15.53.03

Die Nähbar öffnet von 16-19 Uhr im Nähraum, gegenüber vom Technikraum. Das Team der Nähbar freut sich ebenfalls auf einen produktiven Freitag.

DSC_5554

Advertisements

Offene Werkstatt / Makerspace am Freitag, 13.4.

nächster Termin:  Freitag, 13. April von 17.00-18.30 Uhr, Im Technikraum der Grundschule Gerabronn

Ein Angebot für jeden, der gerne in Gesellschaft mit Holz arbeitet, sägt, bohrt, schraubt oder bastelt.

Ob (Groß-) Eltern mit Kindern oder als Erwachsener allein –  es gibt für jeden eine Aufgabe.

DSC_1074

Für die jüngeren Kinder (ab ca. 5 Jahren) bieten wir immer leichte Bastelarbeiten meist in Kombination mit Holz und Farbe an.
Das benötigte Material ist vorhanden und jeder darf seine Bastelarbeiten mit nach Hause nehmen.

Gleichzeitig arbeiten wir auch an gemeinsamen Projekten, wie den Werkzeugkisten, die seither in Gebrauch sind oder an der großen Spielzeugkiste für den Spielplatz im Schätzlesäcker.

DSC_1080

Die offene Werkstatt findet ca. alle 6 Wochen statt.
Der Termin wird im Mitteilungsblatt unter der Rubrik „Flüchtlingshilfe Gerabronn“ veröffentlicht und auf unserer Homepage.

Kommen Sie einfach mal vorbei – wir freuen uns immer über neue Gesichter!

Das Team der Offenen Werkstatt:

Ivonne Fischer, Matthias Däuber, Sebastian Spath, Christan Schröder, Britta Klesatschke, Ralf Hiedell, Thorsten Hiller, Marco Fischer, Patrick Staack

 

 

Flüchtlingshilfe verabschiedet Mitarbeiterin

Die Flüchtlingshilfe Gerabronn verabschiedet die bisherige Koordinatorin und begrüßt den neuen (v.li.): Martin Wieschermann (neuer Koordinator), Heidegret Mayer (Steuerungsgruppe und Verein Füreinander), Hartmut Himmelein (Vorsitzender Verein Füreinander), Bürgermeister Christian Mauch und Britta Klesatschke (bisherige Koordinatorin).

Die Gerabronner Flüchtlingshilfe hat Mitarbeiterin Britta Klesatschke verabschiedet und den neuen Flüchtlingskoordinator Martin Wieschermann begrüßt.

Seit Anfang 2016 die ersten Flüchtlinge die Container in der Haller Straße bevölkerten, kümmerte sich die fest angestellte Koordinatorin Britta Klesatschke um die Familien. Rückblick: Als die Flüchtlingswelle im Herbst 2015 nach Deutschland schwappte und auch für Gerabronn Zuweisungen angekündigt wurden, gründeten rund 120 engagierte Bürger die Flüchtlingshilfe. Die anstehenden Aufgaben wurden in verschiedenen Gruppen organisiert. Beim Steuerungskreis laufen alle Fäden zusammen, Mitglieder sind: Claudia Arndt, Ivonne Fischer, Angelika Hiedell, Thorsten Hiller, Steffi Korder, Heidegret Mayer, Elke Staack und Ruth Tischer. Um jedoch die verschiedenen Aufgaben zu koordinieren, war eine fest angestellte Person im Nebenamt nötig: Der Verein Füreinander, der sich um die kirchliche Gemeindearbeit kümmert, übernahm die Finanzierung der Stelle – der Verein finanziert sich aus Spenden.

Für gut eineinhalb Jahre übernahm Britta Klesatschke diese Position. Sie organisierte die Arbeit der verschiedenen Gruppen, koordinierte die Ehrenamtlichen, baute ein Netzwerk zu den anderen Flüchtlingshilfen in der Region auf und hielt den Kontakt zu den offiziellen Stellen. Sie vermittelte zwischen der Flüchtlingshilfe, den „neuen“ und den „alten“ Bewohnern. Sie baute die Struktur aus den Nichts auf und hielt sie zusammen mit dem Steuerungskreis am Laufen. Die größte Herausforderung war die Organisation eines Begegnungsfestes, bei dem sich Flüchtlinge und Gerabronner kennenlernen konnten.

„Britta Klesatschke hat der Arbeit der Flüchtlingshilfe ein Gesicht gegeben“, lobte Heidegret Mayer, Mitglied des Steuerkreises und im Vorstand des Vereins Füreinander, „und sehr viel Herzblut in ihre Tätigkeit gesteckt“. Auch Bürgermeister Christian Mauch würdigte die Aktivitäten der Flüchtlingshilfe im Allgemeinen und die der Flüchtlingskoordinatorin im Speziellen: Schon vor seinem Amtsantritt seien ihm die gut organisierten Strukturen in Gerabronn bekannt gewesen, Britta Klesatschke habe die Arbeit deutlich geprägt. Doch nach dem Willkommen sei jetzt vor allem die Integration wichtig. Auch in diesem Bereich sind die Ehrenamtlichen beispielsweise mit Nachhilfeunterricht und Hilfe bei der Alltagbewältigung aktiv.

Nach dem Ende ihrer Elternzeit wollte Britta Klesatschke wieder in ihren ursprünglichen Beruf zurückkehren und kündigte die Stelle im Herbst 2017 – sie engagiert sich aber weiter ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe und im Steuerungskreis. Nachfolger ist Martin Wieschermann, der sich zurzeit in die neue Aufgabe einarbeitet. Für die unterschiedlichen Tätigkeiten wie Sprachförderung, Freizeitgestaltung und Hilfe im Alltag werden ehrenamtlich tätige Mitarbeiter gesucht, die gerne mithelfen wollen.

Nähbar und offene Werkstatt

Am 3. und 4. November finden erstmals die offene Werkstatt und die Nähbar gleichzeitig statt. Beide Räume befinden sich im KT2 im Schulzentrum im Erdgeschoss.

Hier der Flyer zum Runterladen und Verteilen: Flyer

Wir möchten gerne mit Flüchtlingen und Einheimischen werkeln, nähen und basteln. Es wird für jeden eine Aufgabe dabei sein.

Auch für Kaffee und Kekse wird gesorgt, so dass es zudem ein gemütliches Beisammensein wird.

werkstatt&naehbar.png

Makerspace: Erste Werkzeugkisten fertig gestellt

Am vergangenen Freitag wurden zum zweiten Mal die Türen der Offenen Werkstatt in den Technikräumen der Grundschule geöffnet. Es hat etwas gedauert, bis sich die Arbeitsplätze gefüllt haben, aber am Ende waren wieder einige Flüchtlingsfamilien mit Feuereifer dabei. Fleißige Helfer haben im Vorhinein das Material zurecht gesägt, so dass direkt mit Schleifen und Bauen begonnen werden konnte. Die ersten Werkzeugkisten wurden fertig gestellt, so dass künftig die benötigten Werkzeuge ordentlich zusammengestellt werden können. Die Kinder haben das Holz für die verschiedenen Spiele sauber abgeschliffen und mit ihren Müttern bunt bemalt. Beim nächsten Mal wollen wir den Kindern zeigen, wie die Spielregeln sind. Das Basteln mit LED – Lämpchen begeisterte auch jetzt wieder die Kids. Über neue einheimische Gesichter, die Lust am Basteln und Werkeln haben, freuen wir uns sehr. Der nächste Termin im Juni wird auf der Homepage und im Mitteilungsblatt bekannt gegeben.

Erfolgreicher Auftakt der ersten offenen Werkstatt in Gerabronn

Am 31. März öffnete erstmals das Projektteam „Makerspace“ die Tore der Werkräume im Grundschulgebäude für interessierte Bastler und Heimwerker/innen. Viele Flüchtlingsfamilien freuten sich auf die Abwechslung außerhalb der Unterkunft und so wurde gemeinsam in lockerer Atmosphäre an den ersten Holzspielzeugen für den Eigengebrauch gebaut. Sägespäne flogen durch die Luft und an jeder Ecke wurde gewerkelt. Während die Erwachsenen und älteren Kinder für das Sägen und Bohren zuständig waren, verzierten die jüngeren im Freien ihre Holzspielzeuge mit bunten Farben. Ein Highlight für die Kinder war das Arbeiten mit kleinen LED-Lämpchen. Die offene Werkstatt ist ein Angebot für Jedermann und soll sich zu einem Treffpunkt entwickeln, bei dem Einheimische und Flüchtlinge zusammen Heimwerkern und sich besser kennenlernen können. Als erstes Gemeinschaftsprojekt ist eine Spielzeugkiste mit Holzspielzeugen für die Gerabronner Spielplätze geplant. Ein herzlicher Dank geht an die Grundschule für die Bereitstellung der Werkräume, an Fa. Bürkert in Gerabronn, die mit einer großzügigen Geldspende das Projekt unterstützt und an alle ehrenamtlichen Helfern.

Der nächste Termin ist für Anfang Mai geplant und wird auf der Homepage (https://gerabronn.wordpress.com/) und im Mitteilungsblatt veröffentlicht.

Lockere Atmosphäre beim ersten Frauencafé

Am vergangenen Freitag organisierte die Koordinationsstelle der Flüchtlingshilfe Gerabronn erstmals in Zusammenarbeit mit der Diakonie ein Frauencafé im evangelischen Gemeindehaus. Zwölf geflüchtete Frauen, die derzeit in Gerabronn leben, folgten der Einladung und beteiligten sich mit leckerem Gebäck aus ihrer Heimat. Mit Kaffeeduft in der Luft und Frühlingsblumen auf den Tischen, trugen sieben ehrenamtliche Helferinnen aus der Flüchtlingshilfe dazu bei, dass sich alle Beteiligten sehr wohl gefühlt haben. Neben dem gemeinsamen Kaffeetrinken referierte Frau Meyer von der Diakonie über die Menschenrechte in Deutschland. In lockerer Atmosphäre lauschten die Frauen gespannt der Dolmetscherin Frau Shawish und zeigten sich sehr offen und interessiert. Die Vielfältigkeit der Frauen aus den verschiedenen Ländern und Kulturen hat allen Teilnehmerinnen einen bereichernden Nachmittag beschert. Aufgrund des positiven Feedbacks wird im März ein weiteres Frauencafé stattfinden und Frau Meyer wird über weitere Themen referieren. Ein herzliches Dankeschön an alle, die sich in irgendeiner Weise für das Gelingen des Nachmittages mit eingebracht haben.

Erstes Austauschtreffen der Nachbarschafts-Freundeskreise

Auf Einladung der Gerabronner Flüchtlingshilfe haben sich erstmals am 21. Januar 2017 ehrenamtliche Vertreter der Nachbarschafts-Freundeskreise aus Langenburg, Kirchberg, Blaufelden, Schrozberg und Rot am See zu einem Austausch getroffen. Frau Klesatschke leitete im Rahmen ihrer Koordinationsstelle durch den Vormittag, an welchem alle sechs Standorte ihre Flüchtlingsarbeit vorstellten und über aktuelle Gegebenheiten informierten. Dieses erste Treffen soll der Grundstein für eine stärkere Vernetzung und für eine weitere Zusammenarbeit sein. Getreu dem Zitat „Das Rad muss nicht immer neu erfunden werden“ möchte man sich themenspezifisch gegenseitig durch Erfahrungen unterstützen und voneinander lernen. Durch einen gemeinsamen Emailverteiler soll der Kontakt intensiviert und Informationen unkompliziert ausgetauscht werden. Bereits bei einem Fach-Seminar Ende letzten Jahres in Gerabronn haben Ehrenamtliche aus Nachbargemeinden teilgenommen und auch diese Art der Zusammenarbeit soll weiter ausgebaut werden. Dadurch können sich die Freundeskreise gemeindeübergreifend entlasten und voneinander profitieren. Das Austauschtreffen, an dem alle Freundeskreise vertreten sind, soll jährlich im Frühjahr stattfinden. Bei Interesse können sich gerne weitere Freundeskreise aus der Region anschließen. (Kontakt an: fluechtlingshilfe@kirche-in-gerabronn.de)

Rückblick: Welcome-Dinner in Blaufelden

Gerabronner Flüchtlinge zu Gast beim Welcome Dinner

Bereits zum zweiten Mal hat der gemeinnützige Verein „Hundertprozent“ ins Blaufelder Spektrum zum Hohenloher Welcome Dinner geladen. Mit über zwanzig Personen waren wir Gerabronner durch viele Flüchtlinge und ehrenamtliche Helfer der Flüchtlingshilfe vertreten. Mit einem Stehempfang und leckeren Häppchen wurde die Veranstaltung eröffnet. Neben einigen Grußworten sorgte Kurt Klawitter mit unterhaltsamen Rhythmen für Abwechslung und erklärte den Neubürgern in Hohenlohe, dass die Antwort auf alle Fragen in Hohenlohe stets „sou“ sei. Hierfür müsse man lediglich den Unterkiefer ganz weit nach vorne schieben. Bei den Test-Fragen von Klawitter sorgte die gemeinsame Antwort „souuuu“ für viel Gelächter im Publikum.

Die Gastgeber tischten zum „Dinner“ Schupfnudeln mit Sauerkraut, dazu Hummus, Bulgur und diverse Salate auf – dieser bunte Speisenmix stand symbolisch für den Abend ganz im Zeichen der Völkerverständigung. Als letzter Programmpunkt durften wir unseren Aufbau und die Arbeit der Flüchtlingshilfe Gerabronn vorstellen. Britta Klesatschke gab den Besuchern durch eine Präsentation einen Einblick in die Entwicklung der Flüchtlingshilfe von Beginn an bis heute. Die Darstellungen waren in Englisch und Arabisch vorbereitet, so dass viele dem Vortrag folgen konnten. Am Ende unseres Programmpunktes stellten sich einige Erwachsene und Kinder unter der Überschrift „Gerabronnern Flüchtlingen einen Namen und ein Gesicht geben“ auf Deutsch vor. Es war spürbar, dass dies der Moment war, auf den das Publikum an diesem Abend gewartet hatte. Wer sind denn überhaupt die Menschen, über die wir immer sprechen? Es war wichtig, ihnen das Wort zu übergeben. Die Kinder erzählten stolz und mit einem breiten Lächeln auf dem Gesicht, wo sie die Schule besuchen und was sie gerne machen. Ernster wurde es, als ein Familienvater erzählt. Bereits im August 2014 musste er seine Heimat verlassen und im November 2015 hatte die Familie erstmals deutschen Boden unter den Füßen. Es gab für sie viele weitere Stationen in Deutschland bis sie schließlich im Juni 2016 in Gerabronn angekommen sind und dort auf ihren Bescheid warten. Er bedankte sich bei den Veranstaltern und vor allem bei den Gerabronner Ehrenamtlichen für die Unterstützung und Hilfe, die sie hier erfahren.
Ein Flüchtlingsjunge hatte spontan gefragt, nachdem Kurt Klawitter auf Deutsch gesungen hat, ob er ein syrisches Lied singen dürfte. Selbstverständlich freuten sich die Zuschauer über diesen Vorschlag. Bereits nach wenigen Strophen stockte er. Doch er nahm einen erneuten Anlauf – bis ihm das Weinen keine Stimme mehr gab. Alle hielten inne. Plötzlich war es so gegenwärtig und greifbar – dieses Leid. Es wurde bewusst, welche Sehnsucht nach dem Zuhause und welche schrecklichen Bilder in dem Kopf dieses Kindes stecken müssen. Berührt von den Menschen und beeindruckt von der Entwicklung der Flüchtlingshilfe in Gerabronn kamen viele Besucher im Nachgang auf uns zu. Das war eine schöne Geste für unsere Arbeit.
Wir bedanken uns bei den engagierten Helfern des Vereins Hundertprozent für die Gastfreundschaft und das leckere Essen. Wir freuen uns über die Zusage des Moderators, dass unsere Flüchtlingshilfe einen Teil der erhaltenen Spenden des Abends bekommt. Auch wenn unsere Flüchtlinge bei vielen Programmpunkten aufgrund der Sprachbarriere nicht folgen konnten, war es eine schöne Abwechslung für alle und wieder eine Gelegenheit sich besser kennenzulernen.

Hier ist der Link zum Artikel im Hohenloher Tagblatt.