Das Spielmobil kommt am Kindertag

Wir freuen uns auf zwei tolle Tage auf dem großen Gerabronner Spielplatz. Dieses Angebot richtet sich natürlich an alle Kinder in Gerabronn!

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querbeet – Garten der Begegnung

Bereits jetzt schon trifft sich jeden Donnerstagnachmittag ein kleines Team rund um den Garten der Begegnung um Müll in Container zu werfen und vor allem um die Glasscherben von zwei eingestürzten Gewächshäusern zu beseitigen. Die Container füllen sich rasant, aber ein Ende der Aufräumarbeiten ist in Sicht. Dann steht uns für die nächsten Jahre (? – solange, bis die Stadt einen neuen Pächter findet) ein tolles Gelände zum Gärtnern, Werkeln, Treffen, Zusammensitzen, Fachsimpeln und Ideen aushecken zur Verfügung. Am 18. Mai, 16 Uhr findet die offizielle Auftaktveranstaltung dazu statt. Eingeladen sind alle, die mit uns dieses Gelände gestalten wollen. Weitere Informationen gibt es demnächst auf der eigens eingerichteten Webseite.

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Koordinator der Flüchtlingshilfe im Gespräch mit dem Bürgermeister

Bereits vor den Sommerferien trafen sich Patrick Staack, der neue Koordinator der Flüchtlingshilfe und der Gerabronner Bürgermeister Christian Mauch. In ihrem ersten Gespräch tauschten sie sich über Themen aus, die sowohl die Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe, die Geflüchteten aber auch den Landkreis sowie die Kommune beschäftigen.

Das dringlichste Problem ist hierbei der Mangel an Kinderärzten in der Region. Ohne Auto sind die Kinderärzte in Crailsheim oder Schwäbisch Hall kaum zu erreichen, wenn sie denn überhaupt noch neue Kinder aufnehmen. Die Ärzte in der näheren Umgebung nehmen schon seit längerem keine neuen Kinder mehr auf. Da dieses Problem ja nicht nur die Flüchtlinge betrifft, sondern alle Gerabronner, ist hier eine ganzheitliche Lösung gesucht. Auf Initiative von Herrn Mauch konnte zwar die hausärztliche Versorgung in Gerabronn durch die Übernahme der Praxis von Dr. Heimberger durch das Medizinische Versorgungszentrum Crailsheim (MVZ) sichergestellt werden. Doch sind die beiden Belegärzte bereits jetzt ausgelastet und die Aufnahme von Kindern ist nicht möglich. Herr Staack wird sich mit verschiedenen Institutionen zu diesem Thema austauschen und hofft sehr, für alle Gerabronner Kinder eine Lösung zu finden.

erl.ahBürgermeister StaakIn den letzten Jahren war die Gerabronner Flüchtlingshilfe vorbildlich für die ganze Region. Der Wunsch von Herrn Mauch ist es, dass dies auch weiterhin so bleibt. Dafür hat Herr Mauch weiterhin seine tatkräftige Unterstützung zugesichert. Das Thema liegt auch ihm sehr am Herzen – nicht zuletzt wegen seiner vorhergehenden Tätigkeit am Amt für Migration.

In Vorbereitung sind derzeit mehrere Projekte, die durch das Programm ‚Gemeinsam in Vielfalt 3‘ vom Landratsamt Schwäbisch Hall gefördert werden. Herr Staack informiert Sie in Kürze an dieser Stelle über die neuen Angebote.

Bei Fragen und Anregungen rund um die Flüchtlingshilfe in Gerabronn können Sie Herrn Staack unter den folgenden Kontaktdaten erreichen: fluechtlingshilfe@kirche-in-gerabronn.de und 0152-31897674.

 

Gerabronner Flüchtlingshilfe begrüßt den neuen Flüchtlingskoordinator Patrick Staack

Seit Mitte Juli hat der freiberuflich tätige Dipl.-Ing. Patrick Staack die Nachfolge von Martin Wieschermann und Britta Klesatschke als Koordinator der Flüchtlingshilfe in Gerabronn angetreten. Er wird im Rahmen der durch den Verein Füreinander finanzierten Stelle im Nebenamt die Vermittlung zwischen den einzelnen Arbeitskreisen der ehrenamtlichen Helfer, der Stadt Gerabronn, den Kirchen und nicht zuletzt dem Landratsamt weiterführen.

Auch wenn die Anzahl neuer Flüchtlinge in Gerabronn im Vergleich zu 2015 erheblich gesunken ist, gilt es sich weiter um die bereits hier lebenden Flüchtlinge zu kümmern und die bisher erfolgreiche Integration zu vertiefen. Die vereinzelten Neuankömmlinge in der Wohnanlage an der Haller Straße sollen ebenso von der gut aufgebauten und organisierten Flüchtlingsarbeit profitieren. Neben dem Weiterführen der bisher geleisteten Arbeit gehört aber auch das Entwickeln neuer Ideen, das Werben neuer ehrenamtlicher Helfer und vor allem einen ‚frischen Wind hinein bringen‘ zu den Aufgaben von Patrick Staack. Er wird sich nun einen Überblick über die bestehenden Arbeitskreise verschaffen und diese gegebenenfalls nach dem aktuellen Bedarf umstrukturieren. „Während der Arbeitskreis Alltag noch sehr gut beschäftig ist und dringend Unterstützung braucht, sind andere Arbeitskreise beinahe schon überflüssig geworden. Es stellt sich die Frage, ob es möglich ist, die ehrenamtliche Arbeitsleistung effizienter zu verteilen“, so der Koordinator der Flüchtlingshilfe. „Mit der veränderten Flüchtlingssituation ändern sich auch die Anforderungen an die Flüchtlingsarbeit“.

Obwohl Patrick Staack erst Ende 2015 von Stuttgart nach Gerabronn gezogen ist, ist er hier bereits gut vernetzt. Unter anderem ist er Gründungsmitglied der offenen Werkstatt ‚MAKERspace‘, in der jeden dritten Freitag im Monat sowohl Flüchtlinge als auch Gerabronner im Technikraum der Grundschule an gemeinsamen Projekten arbeiten. Nächster Termin ist der 17. August 2018 von 17.00 – 19.00 Uhr. „Wir sind in Gerabronn so herzlich empfangen und aufgenommen worden, dass es uns sehr viel Spaß macht, uns hier zu engagieren“, so Patrick Staack.

Ab sofort ist Patrick Staack unter fluechtlingshilfe@kirche-in-gerabronn.de und 0152-31897674 erreichbar. Er freut sich aber auch darüber, persönlich angesprochen zu werden.

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Thorsten Hiller, Ruth Tischer, Heidegret Mayer, Hartmut Himmelein, Patrick Staack, Mandy Schütze, Britta Klesatschke, Stefanie Korder und Claudia Arndt 

Flüchtlingshilfe verabschiedet Mitarbeiterin

Die Flüchtlingshilfe Gerabronn verabschiedet die bisherige Koordinatorin und begrüßt den neuen (v.li.): Martin Wieschermann (neuer Koordinator), Heidegret Mayer (Steuerungsgruppe und Verein Füreinander), Hartmut Himmelein (Vorsitzender Verein Füreinander), Bürgermeister Christian Mauch und Britta Klesatschke (bisherige Koordinatorin).

Die Gerabronner Flüchtlingshilfe hat Mitarbeiterin Britta Klesatschke verabschiedet und den neuen Flüchtlingskoordinator Martin Wieschermann begrüßt.

Seit Anfang 2016 die ersten Flüchtlinge die Container in der Haller Straße bevölkerten, kümmerte sich die fest angestellte Koordinatorin Britta Klesatschke um die Familien. Rückblick: Als die Flüchtlingswelle im Herbst 2015 nach Deutschland schwappte und auch für Gerabronn Zuweisungen angekündigt wurden, gründeten rund 120 engagierte Bürger die Flüchtlingshilfe. Die anstehenden Aufgaben wurden in verschiedenen Gruppen organisiert. Beim Steuerungskreis laufen alle Fäden zusammen, Mitglieder sind: Claudia Arndt, Ivonne Fischer, Angelika Hiedell, Thorsten Hiller, Steffi Korder, Heidegret Mayer, Elke Staack und Ruth Tischer. Um jedoch die verschiedenen Aufgaben zu koordinieren, war eine fest angestellte Person im Nebenamt nötig: Der Verein Füreinander, der sich um die kirchliche Gemeindearbeit kümmert, übernahm die Finanzierung der Stelle – der Verein finanziert sich aus Spenden.

Für gut eineinhalb Jahre übernahm Britta Klesatschke diese Position. Sie organisierte die Arbeit der verschiedenen Gruppen, koordinierte die Ehrenamtlichen, baute ein Netzwerk zu den anderen Flüchtlingshilfen in der Region auf und hielt den Kontakt zu den offiziellen Stellen. Sie vermittelte zwischen der Flüchtlingshilfe, den „neuen“ und den „alten“ Bewohnern. Sie baute die Struktur aus den Nichts auf und hielt sie zusammen mit dem Steuerungskreis am Laufen. Die größte Herausforderung war die Organisation eines Begegnungsfestes, bei dem sich Flüchtlinge und Gerabronner kennenlernen konnten.

„Britta Klesatschke hat der Arbeit der Flüchtlingshilfe ein Gesicht gegeben“, lobte Heidegret Mayer, Mitglied des Steuerkreises und im Vorstand des Vereins Füreinander, „und sehr viel Herzblut in ihre Tätigkeit gesteckt“. Auch Bürgermeister Christian Mauch würdigte die Aktivitäten der Flüchtlingshilfe im Allgemeinen und die der Flüchtlingskoordinatorin im Speziellen: Schon vor seinem Amtsantritt seien ihm die gut organisierten Strukturen in Gerabronn bekannt gewesen, Britta Klesatschke habe die Arbeit deutlich geprägt. Doch nach dem Willkommen sei jetzt vor allem die Integration wichtig. Auch in diesem Bereich sind die Ehrenamtlichen beispielsweise mit Nachhilfeunterricht und Hilfe bei der Alltagbewältigung aktiv.

Nach dem Ende ihrer Elternzeit wollte Britta Klesatschke wieder in ihren ursprünglichen Beruf zurückkehren und kündigte die Stelle im Herbst 2017 – sie engagiert sich aber weiter ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe und im Steuerungskreis. Nachfolger ist Martin Wieschermann, der sich zurzeit in die neue Aufgabe einarbeitet. Für die unterschiedlichen Tätigkeiten wie Sprachförderung, Freizeitgestaltung und Hilfe im Alltag werden ehrenamtlich tätige Mitarbeiter gesucht, die gerne mithelfen wollen.

Erfolgreiche Premiere der Kooperation zwischen der Nähbar und der Offenen Werkstatt der Flüchtlingshilfe

Erstmals waren die Türen der Nähbar (Angebot der Offenbar) am vergangenen Freitag und Samstag geöffnet und die Nähmaschinen waren im Dauereinsatz.
An allen Arbeitsplätzen wurde etwas gefertigt – neben kleinen adventlichen Dekorationen entstanden auch ganze Kleider. Gleichzeitig wurde im Technikraum gegenüber fleißig in der Offenen Werkstatt der Flüchtlingshilfe gewerkelt. Es gab viele Bastelmöglichkeiten für kleine und größere Besucher und besonders erfreulich war, dass das Angebot sowohl von den Flüchtlingsfamilien als auch von Einheimischen gut besucht wurde. Ob die Oma mit dem Enkel oder der Papa mit der Tochter – alle Beteiligten hatten viel Freude und konnten tolle Basteleien und schön Genähtes mit
nach Hause nehmen. Es war ein fröhliches Miteinander!
Die Nähbar findet gleich wieder am kommenden Samstag (11.11.2017) von 9 –
12 Uhr statt. Es sind alle Nähbegeisterten oder die, die es noch werden wollen, herzlich eingeladen. Es darf auch die eigene Maschine mitgebracht werden. Es macht viel Freude unter Menschen an etwas zu arbeiten.  (Die Offene Werkstatt findet erst wieder zu einem späteren Termin statt, der rechtzeitig bekannt gegeben wird.)

 

 

 

Flüchtlingshilfe Gerabronn sagt DANKE

Im Februar diesen Jahres hat die eigentliche Arbeit mit der Ankunft der ersten Flüchtlingsfamilien für die ehrenamtlichen Helfer begonnen. Seither sind einige Monate vergangen und es wurde viel geleistet, um die Neubürgerinnen und Neubürger bei ihrem Start in Gerabronn zu begleiten. Am Ende diesen ereignisreichen Jahres ist es Zeit Danke zu sagen:

Danke, an alle, die diesen Menschen eine Chance gegeben haben, als neue Nachbarn akzeptiert zu werden.
Danke, an alle, die den Müttern, Vätern und Kindern der Flüchtlingsfamilien mit einem Lächeln begegnet sind.
Danke, für die tolle Zusammenarbeit vieler verschiedener Gruppen innerhalb von Gerabronn.
Danke, an unsere ehrenamtlichen Helfer, die in irgendeiner Weise in der Flüchtlingshilfe aktiv sind und das Fundament unserer Arbeit bilden.

Wir wünschen allen gesegnete und erholsame Weihnachtsfeiertage sowie ein gesundes und friedliches Jahr 2017.

– Flüchtlingshilfe Gerabronn –

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Rückblick: Welcome-Dinner in Blaufelden

Gerabronner Flüchtlinge zu Gast beim Welcome Dinner

Bereits zum zweiten Mal hat der gemeinnützige Verein „Hundertprozent“ ins Blaufelder Spektrum zum Hohenloher Welcome Dinner geladen. Mit über zwanzig Personen waren wir Gerabronner durch viele Flüchtlinge und ehrenamtliche Helfer der Flüchtlingshilfe vertreten. Mit einem Stehempfang und leckeren Häppchen wurde die Veranstaltung eröffnet. Neben einigen Grußworten sorgte Kurt Klawitter mit unterhaltsamen Rhythmen für Abwechslung und erklärte den Neubürgern in Hohenlohe, dass die Antwort auf alle Fragen in Hohenlohe stets „sou“ sei. Hierfür müsse man lediglich den Unterkiefer ganz weit nach vorne schieben. Bei den Test-Fragen von Klawitter sorgte die gemeinsame Antwort „souuuu“ für viel Gelächter im Publikum.

Die Gastgeber tischten zum „Dinner“ Schupfnudeln mit Sauerkraut, dazu Hummus, Bulgur und diverse Salate auf – dieser bunte Speisenmix stand symbolisch für den Abend ganz im Zeichen der Völkerverständigung. Als letzter Programmpunkt durften wir unseren Aufbau und die Arbeit der Flüchtlingshilfe Gerabronn vorstellen. Britta Klesatschke gab den Besuchern durch eine Präsentation einen Einblick in die Entwicklung der Flüchtlingshilfe von Beginn an bis heute. Die Darstellungen waren in Englisch und Arabisch vorbereitet, so dass viele dem Vortrag folgen konnten. Am Ende unseres Programmpunktes stellten sich einige Erwachsene und Kinder unter der Überschrift „Gerabronnern Flüchtlingen einen Namen und ein Gesicht geben“ auf Deutsch vor. Es war spürbar, dass dies der Moment war, auf den das Publikum an diesem Abend gewartet hatte. Wer sind denn überhaupt die Menschen, über die wir immer sprechen? Es war wichtig, ihnen das Wort zu übergeben. Die Kinder erzählten stolz und mit einem breiten Lächeln auf dem Gesicht, wo sie die Schule besuchen und was sie gerne machen. Ernster wurde es, als ein Familienvater erzählt. Bereits im August 2014 musste er seine Heimat verlassen und im November 2015 hatte die Familie erstmals deutschen Boden unter den Füßen. Es gab für sie viele weitere Stationen in Deutschland bis sie schließlich im Juni 2016 in Gerabronn angekommen sind und dort auf ihren Bescheid warten. Er bedankte sich bei den Veranstaltern und vor allem bei den Gerabronner Ehrenamtlichen für die Unterstützung und Hilfe, die sie hier erfahren.
Ein Flüchtlingsjunge hatte spontan gefragt, nachdem Kurt Klawitter auf Deutsch gesungen hat, ob er ein syrisches Lied singen dürfte. Selbstverständlich freuten sich die Zuschauer über diesen Vorschlag. Bereits nach wenigen Strophen stockte er. Doch er nahm einen erneuten Anlauf – bis ihm das Weinen keine Stimme mehr gab. Alle hielten inne. Plötzlich war es so gegenwärtig und greifbar – dieses Leid. Es wurde bewusst, welche Sehnsucht nach dem Zuhause und welche schrecklichen Bilder in dem Kopf dieses Kindes stecken müssen. Berührt von den Menschen und beeindruckt von der Entwicklung der Flüchtlingshilfe in Gerabronn kamen viele Besucher im Nachgang auf uns zu. Das war eine schöne Geste für unsere Arbeit.
Wir bedanken uns bei den engagierten Helfern des Vereins Hundertprozent für die Gastfreundschaft und das leckere Essen. Wir freuen uns über die Zusage des Moderators, dass unsere Flüchtlingshilfe einen Teil der erhaltenen Spenden des Abends bekommt. Auch wenn unsere Flüchtlinge bei vielen Programmpunkten aufgrund der Sprachbarriere nicht folgen konnten, war es eine schöne Abwechslung für alle und wieder eine Gelegenheit sich besser kennenzulernen.

Hier ist der Link zum Artikel im Hohenloher Tagblatt.