Flüchtlingshilfe verabschiedet Mitarbeiterin

Die Flüchtlingshilfe Gerabronn verabschiedet die bisherige Koordinatorin und begrüßt den neuen (v.li.): Martin Wieschermann (neuer Koordinator), Heidegret Mayer (Steuerungsgruppe und Verein Füreinander), Hartmut Himmelein (Vorsitzender Verein Füreinander), Bürgermeister Christian Mauch und Britta Klesatschke (bisherige Koordinatorin).

Die Gerabronner Flüchtlingshilfe hat Mitarbeiterin Britta Klesatschke verabschiedet und den neuen Flüchtlingskoordinator Martin Wieschermann begrüßt.

Seit Anfang 2016 die ersten Flüchtlinge die Container in der Haller Straße bevölkerten, kümmerte sich die fest angestellte Koordinatorin Britta Klesatschke um die Familien. Rückblick: Als die Flüchtlingswelle im Herbst 2015 nach Deutschland schwappte und auch für Gerabronn Zuweisungen angekündigt wurden, gründeten rund 120 engagierte Bürger die Flüchtlingshilfe. Die anstehenden Aufgaben wurden in verschiedenen Gruppen organisiert. Beim Steuerungskreis laufen alle Fäden zusammen, Mitglieder sind: Claudia Arndt, Ivonne Fischer, Angelika Hiedell, Thorsten Hiller, Steffi Korder, Heidegret Mayer, Elke Staack und Ruth Tischer. Um jedoch die verschiedenen Aufgaben zu koordinieren, war eine fest angestellte Person im Nebenamt nötig: Der Verein Füreinander, der sich um die kirchliche Gemeindearbeit kümmert, übernahm die Finanzierung der Stelle – der Verein finanziert sich aus Spenden.

Für gut eineinhalb Jahre übernahm Britta Klesatschke diese Position. Sie organisierte die Arbeit der verschiedenen Gruppen, koordinierte die Ehrenamtlichen, baute ein Netzwerk zu den anderen Flüchtlingshilfen in der Region auf und hielt den Kontakt zu den offiziellen Stellen. Sie vermittelte zwischen der Flüchtlingshilfe, den „neuen“ und den „alten“ Bewohnern. Sie baute die Struktur aus den Nichts auf und hielt sie zusammen mit dem Steuerungskreis am Laufen. Die größte Herausforderung war die Organisation eines Begegnungsfestes, bei dem sich Flüchtlinge und Gerabronner kennenlernen konnten.

„Britta Klesatschke hat der Arbeit der Flüchtlingshilfe ein Gesicht gegeben“, lobte Heidegret Mayer, Mitglied des Steuerkreises und im Vorstand des Vereins Füreinander, „und sehr viel Herzblut in ihre Tätigkeit gesteckt“. Auch Bürgermeister Christian Mauch würdigte die Aktivitäten der Flüchtlingshilfe im Allgemeinen und die der Flüchtlingskoordinatorin im Speziellen: Schon vor seinem Amtsantritt seien ihm die gut organisierten Strukturen in Gerabronn bekannt gewesen, Britta Klesatschke habe die Arbeit deutlich geprägt. Doch nach dem Willkommen sei jetzt vor allem die Integration wichtig. Auch in diesem Bereich sind die Ehrenamtlichen beispielsweise mit Nachhilfeunterricht und Hilfe bei der Alltagbewältigung aktiv.

Nach dem Ende ihrer Elternzeit wollte Britta Klesatschke wieder in ihren ursprünglichen Beruf zurückkehren und kündigte die Stelle im Herbst 2017 – sie engagiert sich aber weiter ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe und im Steuerungskreis. Nachfolger ist Martin Wieschermann, der sich zurzeit in die neue Aufgabe einarbeitet. Für die unterschiedlichen Tätigkeiten wie Sprachförderung, Freizeitgestaltung und Hilfe im Alltag werden ehrenamtlich tätige Mitarbeiter gesucht, die gerne mithelfen wollen.

Wer repariert gerne Fahrräder?

Die Flüchtlinge benötigen Fahrräder – viele werden gespendet. Bitte bringen Sie keine Fahrräder in die Unterkünfte in der Haller Straße oder in die Goethestraße, nehmen Sie vorher Kontakt mit der „Alltagsgruppe“ auf.

Viele der Fahrräder sind allerdings reparaturbedürftig. Wer repariert gerne Fahrräder und kann andere Menschen anleiten? Die Flüchtlinge sollen lernen, wie die Räder repariert werden, damit sie sich selbst helfen können. Materialien werden selbstverständlich gestellt. Die Arbeiten koordinieren Cornelia Schuller und Britta Klesatschke, deren Adresse Sie ebenfalls auf der Liste unter „Willkommensfest“ finden.

Flüchtlinge kommen

Bei der Sitzung des Steuerkreises am 31. Mai 2016 hat sich der für uns zuständige Sozialpädagoge, Claus Mönikheim, vorgestellt. Er hat davon berichtet und das Landratsamt hat bestätigt, dass am Montag, 6. Juni 2016, die vorläufige Unterkunft in der Haller Straße belegt wird. Es steht auch schon fest, wer kommen wird: 15 Familien, überwiegend aus Syrien, Irak, Afghanistan, Pakistan, mit 71 Personen (9 bis 10 Kindergartenkinder, 15 bis 16 Grundschulkinder und 15 ältere Kinder, die in weiterführende Schulen gehen). Wir sind gespannt…